Lkw-Wechselbrücken mit alten E-Auto-Batterien im Vollbrand
Am Freitag, 24. Juli 2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Ittlingen um 5:07 Uhr mit dem Alarmstichwort „Brand Industriegebäude“ nach Kirchardt in die Industriestraße alarmiert. Wenige Minuten nach Alarmierung rückten das Mehrzweckfahrzeug (MZF), das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF), der Gerätewagen-Transport (GW-T) und das Tanklöschfahrzeug (TLF) zur Einsatzstelle aus. Bereits auf der Anfahrt war eine große Rauchwolke sichtbar.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich die Lage wie folgt dar: Auf dem Gelände eines Unternehmens für Batterierecycling brannte eine an einer Laderampe abgestellte Lkw-Wechselbrücke, beladen mit Batteriezellen sowie entsorgten Batterien aus E-Fahrzeugen. Das Feuer hatte zudem zwei weitere Wechselbrücken in unmittelbarer Nähe in Brand gesetzt, welche ebenfalls mit Batterien beladen waren. Durch ein vom Feuer beschädigtes Tor drang dichter Brandrauch in eine Produktionshalle.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Warnung für Kirchardt und die umliegenden Ortschaften ausgelöst; die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Bereich rund um die Einsatzstelle zu meiden. Zur Schadstoffmessung wurde die Messeinheit aus Neckarsulm angefordert, welche unter anderem auch in Berwangen, Ittlingen und Richen Luftmessungen durchführte.
Um ein Übergreifen des Feuers auf die Produktionshalle zu verhindern, unterstützten die Atemschutztrupps des HLF und des TLF mit mehreren Rohren im Außen- und Innenangriff. Zusätzlich wurden Riegelstellungen eingerichtet und die Drehleiter der Feuerwehr Eppingen in Stellung gebracht. Im weiteren Einsatzverlauf kamen mehrere Überdrucklüfter zur Entrauchung der Halle zum Einsatz.
Da das örtliche Hydrantennetz den hohen Wasserbedarf nicht deckte, baute die Besatzung des GW-T eine zusätzliche Wasserversorgung aus einem unterirdischen Löschwasserbehälter in der Industriestraße auf. Hierzu wurde die Tragkraftspritze eingesetzt und zwei Leitungen vom Behälter zur mehrere hundert Meter entfernten Einsatzstelle verlegt. Parallel errichteten Kräfte der Feuerwehr Bad Rappenau eine weitere Wasserversorgung aus einem zweiten Löschwasserbehälter, welcher sich in der Wankelstraße befindet.
Die Feuerwehren aus Kirchardt, Ittlingen, Bad Rappenau, Eppingen und Neckarsulm konnten mit einem Großaufgebot den Brand unter Kontrolle bringen und eine Ausbreitung auf die Produktionshalle verhindern. Die Feuerwehr Ittlingen konnte gegen 10 Uhr aus dem Einsatz ausgelöst werden und ins Gerätehaus zurückkehren.
Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Polizei und Rettungsdienst mit ca. 30 Fahrzeugen im Einsatz, davon vier Fahrzeuge und 27 Einsatzkräfte aus Ittlingen.
Die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Gerätschaften war gegen 11 Uhr wiederhergestellt und der Einsatz für die Feuerwehr Ittlingen beendet.

















